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Herzlich Willkommen auf der Website des Jugendhauses Rümlang.

::AKTUELL:: Flyer als pdf zum Ausdrucken

 

Freitag, 23. April 2010
Partizipation und Tag der offenen Tür im Jugendhaus an der Ifangstrasse
«Können stolz sein auf die eigene Arbeit»
Ein renovierter und mit neuen Geräten ausgestatteter Fitnessraum und eine neue Küche - für die Bevölkerung gabs am Mittwoch im Jugendhaus einiges zu sehen.
Inga Struve



Jugendhausleiter Mario Maier (hinten rechts) und Rümlanger
Jugendliche präsentieren der Bevölkerung den neuen und von
ihnen in Eigenregie und -arbeit gestalteten Fitnessraum.


Aus dem Discoraum dröhnt laute Musik, am Töggelikasten kämpfen Jungs um den Ball, und im Fitnessraum nehmen die ersten Gäste einen Augenschein, unter ihnen die Rümlangerin Stephanie Jörg. «Mir gefallen die Farben, die vielen Leute und die Einstellung des Chefs», sagt sie. Ein guter Leiter als Vorbild könne viel erreichen, ist Jörg überzeugt. «Und die Jugendlichen können stolz sein auf ihre eigene Arbeit.»
Im Sinne der Partizipation haben Jugendliche in Eigenarbeit einen neuen Fitnessraum gestaltet (der «RU» berichtete). «Denn wenn Jugendliche etwas tun möchten», so Gemeinderat Reto Hauser, «muss man sie unterstützen.»

Freitag, 16. April 2010
Am 21. April stellt das Jugendhaus den neuen Fitnessraum und die neue Küche vor
Partizipation setzt jugendliche Power frei
Weitgehend in Eigenregie haben Jugendliche im Jugendhaus einen Fitnessraum eingerichtet. Das Ziel hinter dem Projekt: Partizipation von Kindern und Jugendlichen.
Andreas Minder



Gewichte stemmen und Verantwortung übernehmen: Alex Dinis Araujo beim Bankdrücken in «seinem» Fitnessraum, assistiert von Jugendhausleiter Mario Maier (links) und dem Jugendarbeiter Sascha Maier.

«Ich war selber überrascht, wie stark sich die Jugendlichen mit ihrem Projekt indentifizieren», sagt Jugendhausleiter Mario Maier. Von der Idee über den Bau bis zur Nutzung haben die jungen Leute die Verantwortung für den neuen Fitnessraum übernommen und dabei viel Zeit und Schweiss investiert (der «RU» berichtete). Sie haben auch die Regeln ausgehandelt, die im Fitnessraum gelten, und sorgen dafür, dass sie eingehalten werden. Nun muss auch Maier die Schuhe ausziehen, wenn er den Raum betritt, dessen Wände und Decken in sattem Rot und Blau leuchten. In der Mitte hängt ein schwarzer Boxsack, daneben stehen mehr oder weniger furchterregende Geräte, die auch die abgelegensten Muskeln des menschlichen Körpers in Form zu bringen vermögen.
Der 21-jährige Alex Dinis Araujo war die treibende Kraft hinter dem Projekt. Er hat rund einen Monat Arbeit hineingesteckt und fungierte praktisch als Bauleiter. Etwa 30 Jugendliche arbeiteten mit. Hauptsächlich sie sind es auch, die den Raum jetzt rege nutzen. Dinis Araujo stellt fest, dass sich einiges geändert hat, seit im Jugendhaus hart trainiert wird. «Statt Cola wird Wasser getrunken und die Ernährung ist ein Thema geworden», sagt er. Es werde weniger geraucht und Alkohol getrunken. Und diese Änderungen beschränkten sich nicht nur auf den Fitnessraum. «Es hat auf das ganze Jugendhaus abgefärbt.» Mario Maier freut sich, dass aus dem Partizipationsprojekt so unversehens auch ein Gesundheitsförderungsprojekt geworden ist.
Das grosse Engagement der Jugendlichen erklärt sich Mario Maier damit, dass der Fitnessraum von A bis Z ihr Projekt ist. «Häufig versuchen wir, die Jugendlichen für etwas zu motivieren», sagt er. «Hier kam die Initiative von ihnen, und sie mussten ihre Idee sogar gegen eine gewisse Zurückhaltung unsererseits durchdrücken.» Mit 3000 Franken habe zudem nur wenig Geld zur Verfügung gestanden. Trotzdem hätten die Jugendlichen das Projekt durchgezogen und trügen nun ihrem Raum auch Sorge.
Partizipationsziel erreicht
Das Projekt entspricht damit fast idealtypisch dem Partizipationsansatz, wie ihn die Arbeitsgruppe Jugend von glow.das Glattal formuliert hat. Die fünf Partizipationsstufen Information, Mitsprache, Mitentscheidung, Mitbe- teiligung und Selbstverantwortung wurden realisiert. Maiers Fazit: «Wenn man die Jugendlichen einbezieht, wird viel Energie freigesetzt.» Etwas anders liegt die Sache bei der neuen Küche im Jugendhaus. «Das lief weniger partizipativ», sagt Maier. Das habe unter anderem damit zu tun, dass der Anstoss dafür nicht von den Jugendlichen kam, sondern vom Lebensmittelinspektorat. «Entsprechend lag die Verantwortung und die Arbeit vor allem bei uns.»
Im anderen Licht
Am 21. April laden Jugendarbeiter, Jugendliche und der abtretende Gemeinderat Reto Hauser die Bevölkerung ins Jugendhaus ein, um die neuen Räume zu zeigen. Mario Maier hofft, dass der Anlass dazu beitragen wird, die Wahrnehmung von Jugendlichen als Problemgruppe zu korrigieren: «Es ist uns ein Anliegen, sie in einem anderen Licht zu präsentieren.»
Einladung ins Jugendhaus: Mittwoch, 21. April, 16 bis 18 Uhr, Ifangstrasse 90, Rümlang.

Freitag, 04. Dezember 2009


Rund 30 Jugendliche haben im Jugendhaus einen Fitnessraum verwirklicht
Viel Fitness zwischen roten Wänden
Das Jugendhaus hat neu einen Fitnessraum: Unter einer blauen Decke, auf Parkettboden und bald vor einem Graffito können Jugendliche jeden Tag trainieren.
Inga Struve


Mit Atemschutzmaske, Pinsel und Besen im Einsatz für den neuen Fitnessraum: Ozan Özgür (von links), Toni Basic, Lavdrim Arifi, Jugendhausleiter Mario Maier, Alex Araujo und Sascha Maier.

Sie wollen ihre Muskeln stählen, in Boxsäcke hauen und die Kondition verbessern: Damit sie das in einer inspirierenden Umgebung tun können, haben sich gegen 30 Jugendliche in Arbeitskleidung gestürzt und mit Holz, Sägen, Pinsel und Farbe hantiert. Die Jungs und auch einige Mädchen grundierten Wände und bestrichen sie mit roter Farbe. Sie montierten die Heizungen ab, bemalten sie weiss und befestigten sie wieder unter den Fenstern. Sie gestalteten die Beleuchtung neu und zimmerten eigens eine Deckenverkleidung. Als angehende Elektromonteure, Bauzeichner, Produktionsmechaniker und Maurer haben viele ihre Kenntnisse aus der Lehre und aus dem Beruf einbringen können. Entstanden ist nun nach gut dreiwöchiger Arbeit ein ansprechender Fitnessraum mit roten Wänden, einer blauen Holzrostdecke und einem geschliffenen und geölten Parkettboden.
Auf die einzige noch weisse Wand soll ein Graffito hinkommen. «Wir wissen bloss noch nicht genau, wer es gestalten soll. Es muss jemand sein, der etwas davon versteht», sagt Alex Araujo, von dem die Idee des Fitnessraums stammt und der für die Renovation die Bauleitung innehatte. Die Gemeinde Rümlang hat den Umbau mit 3000 Franken finanziert.
Alkoholkonsum thematisieren
«Die Renovation hat den Raum massiv aufgewertet», sagt Jugendhausleiter Mario Maier. Dem stimmen Ozan Özgür, Toni Basic, Lavdrim Arifi und Alex Araujo zu. «Es hat Spass gemacht», sagen sie übereinstimmend. Und: «Seit wir hier trainieren, sprechen wir öfter über gesunde Ernährung, unseren Alkoholkonsum und das Rauchen», sagt Araujo.
Die Jugendlichen beteiligen sich zudem auch am bevorstehenden Umbau der Küche, die nicht mehr den aktuellen Hygienevorschriften entspricht. Dabei leisten sie Vorarbeiten und Demontagen, damit Küchenbauer und Plättlileger die neue Küchenkombination einsetzen können. Die Gemeinde Rümlang hat dafür 14 000 Franken bewilligt.

 

 

 

Der Rapper Eddy (unten auf dem Bild) aus Rümlang hatte einen Gastauftritt bei diesem Anlass.

 

 

Eddi und Arsian zwei super Rapper aus Rümlang machen am RAP GESANG Contest im QBus Uster mit wir von Jugendarbeit Begleiten Sie.

siehe Flyer

Riccardo Larocca arbeitet als Security an diesem Anlass und kann sein Wissen und seine erfahrung im Security Workshop anwenden.

Workshop Security in Uster

Jugendarbeit Rümlang Mario Maier
und Jonas Lüthi

und

Jugendlicher Riccardo Larocca

«Ich finde es hochinteressant», sagt Riccardo Larocca. Er ist 18, wohnt in Rümlang

Uster : 24. April 2009
«Jugendliche sind keine Rambos»


Security-Workshops im Freizeit- und Jugendzentrum

Jugendliche proben während des Security-Workshops im Jugend- und Freizeitzentrum Uster, wie man angemessen mit ungebetenen Gästen umgeht.


In einem Security-Workshop nimmt das Freizeit- und Jugendzentrum Jugendliche in die Pflicht. Sie lernen, selbst die Verantwortung für die Sicherheit an Partys und Konzerten zu übernehmen.
Yves Ballinari
Wer sich im Nachtleben bewegt, kennt sie: Breitschultrige Türsteher, die vor den Eingängen der Clubs stehen - arrogant, selbstgefällig, drohend und abweisend. «Ein Klischee», sagt Diana Schnyder, Jugendarbeiterin des Freizeit- und Jugendzentrums Uster (frjz). Seit rund vier Jahren bietet das frjz Security-Workshops für Jugendliche an, dies in Zusammenarbeit mit der Polizei. Sieben Teilnehmer sind an diesem Mittwochabend zum zweiten Kurstag des Workshops erschienen. «Diese Jugendlichen sind keine kleinen Rambos», sagt Schnyder. Ein Augenschein im Unterricht zeigt, warum.
Laut werden - oder sanft bleiben?
In einem Zimmer im zweiten Stock sitzen die sieben jungen Männer vor ihren Bänken und kauen den Stoff aus dem vorangegangen Kurstag noch einmal durch. Kursleiter Claus Luterbacher, Stadtpolizist in Illnau-Effretikon, hakt oft nach. «Was ist nochmal das Wichtigste?» Schweigen. Die Jugendlichen schauen sich um, suchen die Antwort im Gesicht des Gegenübers, in der Raumecke, jenseits des Fensters, irgendwo. «Das Fingerspitzengefühl ist das Wichtigste», wirft Luterbacher schliesslich ein. «Ihr müsst die Leute taxieren. Was ist das für ein Typ, der da auf mich zukommt? Muss ich laut werden oder sanft bleiben?».
Wenn Stadtpolizist Luterbacher unterrichtet, hören alle zu. Keiner, der gelangweilt auf dem Stuhl rumzappelt. Ab und zu fällt ein Spruch, dann lacht die Klasse. Die Stimmung ist locker, das Engagement gross.
Luterbacher will noch einmal den Begriff Notwehr klären. Es geht um die Rechtslage. Fachbegriffe fallen. Rechtsgüter, Verteidigungshandlung, verhältnismässig. Ein zähes Thema, könnte man meinen. «Ich finde es hochinteressant», sagt Riccardo Larocca. Er ist 18, wohnt in Rümlang und lernt Autospengler. Nach Abschluss seiner Lehre will Riccardo in der Sicherheitsbranche arbeiten und dazu eine Zweitausbildung beginnen. «Dieser Kurs ist ein guter Anfang», sagt er. Was er hier lernt, könne er gut brauchen, wenn er nebenbei im Jugendhaus Rümlang arbeite und dort für die Sicherheit sorge.
Weiterkommen im Leben
Wer den Kurs abschliesst, erhält einen schriftlichen Nachweis und verfügt auch über praktische Erfahrung. Während einer Veranstaltung im frjz werden die Jugendlichen für die Sicherheit verantwortlich sein und das Erlernte umsetzen.
«Wir lernen hier brutal viel», sagt Jan Würgler. «Man kommt weiter im Leben.» Der Satz ist keine Floskel. Jan nimmt zum zweiten Mal am Kurs teil und assistiert dem Kursleiter. Er ist 20 und gelernter Automonteur, aber seitdem er seinen ersten Security-Workshop am frjz besucht hat, verfolgt er ein neues Berufsziel: eine eigene Sicherheitsfirma. Als Sicherheitsmann für Jugendhäuser in der Region und für Sicherheitsfirmen sammelt er Erfahrung. Neben dem Workshop am frjz hat Jan weitere Kurse absolviert und überlegt sich, eine Polizeiausbildung zu beginnen.
Fast keine Zwischenfälle mehr
Dass Jugendliche über den Workshop den Einstieg in die Sicherheitsbranche finden, war ursprünglich gar nicht das Ziel. «Die jugendlichen Veranstalter von Anlässen im frjz waren bei Auseinandersetzungen überfordert», sagt Diana Schnyder. «Also setzten wir uns mit der Polizei zusammen und überlegten, was man tun kann.» Der Workshop sei eine pragmatische Massnahme. Das frjz setzt die Absolventen des Kurses bei eigenen Anlässen ein und vermittelt sie an Jugendhäuser. Die Jugendlichen sind keine billigen Sicherheitskräfte, sondern verdienen zwischen 20 und 30 Franken pro Stunde. Zumindest in Uster sei das Jugendarbeitsprojekt ein Erfolg, sagt Schnyder: «Seit wir damit arbeiten, gibt es so gut wie keine Zwischenfälle mehr.»
Wenn sie den angekündigten Weg weitergehen, werden Workshop-Teilnehmer wie Riccardo und Jan bald als professionelle Sicherheitsleute vor oder in einem Club dafür sorgen, dass es nicht zu Zwischenfällen kommt - hoffentlich nicht arrogant, sondern mit dem nötigen Fingerspitzengefühl.