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AB
1. Januar 2012 MI, FR, SA,
Donnerstag geschlossen
Jugendhaus
Rümlang
Ifangstrasse 90
8153 Rümlang
044 817 30 04
jugendhausruemlang@sunrise.ch
news::
Öffnungszeiten
NEU
Mittwoch
13.00 Uhr - 22.00 Uhr
Freitag
16.00 Uhr - 23.00 Uhr
Samstag
14.00 Uhr - 22.00 Uhr
Sprachjongleur
mit Witz gegen Schwellenangst

Im Abschluss
an die Sprachakrobatik von Simon Libsig stellte
die multikulturelle Hip-Hop-Crew D.V.S.A aus Rümlang ihr
sprachliches Können
unter Beweis. Bild: ac
Die Gemeindebibliothek
war zu Gast im Jugendhaus, Slam Poet Simon Libsig war mit von der Partie.
Mit dem Anlass sollte auch die etwas ältere Generation ins Jugendhaus
gelockt werden.
Annemarie Chiabotti
Auf die Gäste wartete ein abwechslungsreiches Programm. Eines, das
Jugendhausund Bibliotheksbenutzer gleichermassen ansprechen sollte: ein
Bühnenpoet der meist leisen Worte und eine Hip-Hop-Crew der meist
lauten Töne.
Kurz vor Beginn waren am Freitag der vergangenen Woche bereits zahlreiche
Plätze von «Bibliothekanern» besetzt, doch die jüngeren
Gäste liessen auf sich warten. Nur einige wenige wohnten in der hintersten
Stuhlreihe dem Programm von Beginn an bei.
Wortspiele und Unruhe
Simon Libsigs Programm «Sprechstunde» ist ein wahres Feuerwerk,
ein Spiel der Worte gegen die Zeit. «Bereits als kleines Kind hatte
ich ein grosses Problem», bekannte Libsig. Er habe alles immer in
Reimen gesprochen kaum vorstellbar. Bis heute hat sich dies nicht geändert.
Radikal, überraschend, authentisch, originell und emotional sind
seine Darbietungen ausserdem geworden und so erlebten die Besucher eine
rasante Sprechstunde mit Enthüllungen und dem wohl angenehmsten Schmerzmittel
dem Lachen.
«Schade ist, dass es während meines Auftritts etwas unruhig
war», stellte der Slam Poet fest. Doch die Unruhe in den hinteren
Reihen hatte der Freude der anderen Gäste über das Wortspiel
keinen Abbruch getan.
Slam Poetry Poetry
Slam Slam Poetry ist eine literarische Strömung, die gemäss
Angaben auf www.wikipedia.org zur Lyrik gehört. Charakteristisch
dabei ist die Verknüpfung von Schreibund Vortragskunst. Liedhafte
Textformen mit eingängigen Passagen zu verschiedensten Themen werden
meistens in freiem Vortrag live vor Publikum präsentiert.
Im Unterschied dazu bezeichnet der Begriff Poetry Slam einen literarischen
Vortragswettbewerb, bei dem die Zuhörer anschliessend den Sieger
bestimmen. (red)
«Wir möchten uns, da es auch etwas ältere Zuhörer
hat, für unsere Sprache entschuldigen», sagte im Anschluss
an Libsigs Programm einer der Rümlanger Hip-Hop-Crew D.V.S.A. Im
hinteren Bereich des Jugendhauses hatten sich in der Zwischenzeit einige
weitere jüngere Gäste eingefunden, um der Hip-Hop-Darbietung
zu folgen. Dr. Eddy, Valaurie la princeza, Sveniboy el Cailman und Don
Sheriff zeigten mit Engagement, was sie können.
Die Sprache empfanden die älteren Zuhörer als gar nicht so arg,
denn sie genossen das gesamte Programm von der witzigen Slam Poetry bis
zum etwas kompromisslosen Hip-Hop.
Freitag
• 6. Januar 2012 • 19.30 Uhr
Bibliothek
und Jugendhaus Veranstalten
im
Jugendhaus
Slam
Poet Simon Libsig
Rap
Crew D.V.S.A
Dr.
Eddy, Sveniboy El Caiman, Don Sheriff, Crazy Catt,
Einladung,laPlakatkat

ab
1. November 2011
Neue
Öffnungszeiten
Mittwoch
13.00
Uhr - 21.00 Uhr
Donnerstag
geschlossen
Freitag
13.00 Uhr - 21.00 Uhr
Neu geöffnet Samstag 13.00 Uhr - 21.00 Uhr
24.8.2011
Jugi
ist wieder offen
3.8.2011
Redesign Website!
1.8.2011
Wir haben einen neuen Aussengrill!


Mittwoch, 27. Juli
Neugestaltung Logo Jugendarbeit
Uster : 24. April 2009
Workshop Security in Uster
Jugendarbeit Rümlang Mario Maier
und Jonas Lüthi
und
Jugendlicher Riccardo Larocca
«Ich finde es hochinteressant», sagt Riccardo Larocca. Er
ist 18, wohnt in Rümlang
«Jugendliche sind keine Rambos»

Security-Workshops im Freizeit- und Jugendzentrum
Jugendliche proben während des Security-Workshops im Jugend- und
Freizeitzentrum Uster, wie man angemessen mit ungebetenen Gästen
umgeht.
In einem Security-Workshop nimmt das Freizeit- und Jugendzentrum Jugendliche
in die Pflicht. Sie lernen, selbst die Verantwortung für die Sicherheit
an Partys und Konzerten zu übernehmen.
Yves Ballinari
Wer sich im Nachtleben bewegt, kennt sie: Breitschultrige Türsteher,
die vor den Eingängen der Clubs stehen - arrogant, selbstgefällig,
drohend und abweisend. «Ein Klischee», sagt Diana
Schnyder, Jugendarbeiterin des Freizeit- und Jugendzentrums Uster (frjz).
Seit rund vier Jahren bietet das frjz Security-Workshops für Jugendliche
an, dies in Zusammenarbeit mit der Polizei. Sieben Teilnehmer sind an
diesem Mittwochabend zum zweiten Kurstag des Workshops erschienen. «Diese
Jugendlichen sind keine kleinen Rambos», sagt Schnyder. Ein Augenschein
im Unterricht zeigt, warum.
Laut werden - oder sanft bleiben?
In einem Zimmer im zweiten Stock sitzen die sieben jungen Männer
vor ihren Bänken und kauen den Stoff aus dem vorangegangen Kurstag
noch einmal durch. Kursleiter Claus Luterbacher, Stadtpolizist
in Illnau-Effretikon, hakt oft nach. «Was ist nochmal das
Wichtigste?» Schweigen. Die Jugendlichen schauen sich um, suchen
die Antwort im Gesicht des Gegenübers, in der Raumecke, jenseits
des Fensters, irgendwo. «Das Fingerspitzengefühl ist das Wichtigste»,
wirft Luterbacher schliesslich ein. «Ihr müsst die Leute taxieren.
Was ist das für ein Typ, der da auf mich zukommt? Muss ich laut werden
oder sanft bleiben?».
Wenn Stadtpolizist Luterbacher unterrichtet, hören alle zu. Keiner,
der gelangweilt auf dem Stuhl rumzappelt. Ab und zu fällt ein Spruch,
dann lacht die Klasse. Die Stimmung ist locker, das Engagement gross.
Luterbacher will noch einmal den Begriff Notwehr klären. Es geht
um die Rechtslage. Fachbegriffe fallen. Rechtsgüter, Verteidigungshandlung,
verhältnismässig. Ein zähes Thema, könnte man meinen.
«Ich finde es hochinteressant», sagt Riccardo Larocca. Er
ist 18, wohnt in Rümlang und lernt Autospengler. Nach Abschluss seiner
Lehre will Riccardo in der Sicherheitsbranche arbeiten und dazu eine Zweitausbildung
beginnen. «Dieser Kurs ist ein guter Anfang», sagt er. Was
er hier lernt, könne er gut brauchen, wenn er nebenbei im Jugendhaus
Rümlang arbeite und dort für die Sicherheit sorge.
Weiterkommen im Leben
Wer den Kurs abschliesst, erhält einen schriftlichen Nachweis und
verfügt auch über praktische Erfahrung. Während einer Veranstaltung
im frjz werden die Jugendlichen für die Sicherheit verantwortlich
sein und das Erlernte umsetzen.
«Wir lernen hier brutal viel», sagt Jan Würgler. «Man
kommt weiter im Leben.» Der Satz ist keine Floskel. Jan nimmt zum
zweiten Mal am Kurs teil und assistiert dem Kursleiter. Er ist 20 und
gelernter Automonteur, aber seitdem er seinen ersten Security-Workshop
am frjz besucht hat, verfolgt er ein neues Berufsziel: eine eigene Sicherheitsfirma.
Als Sicherheitsmann für Jugendhäuser in der Region und für
Sicherheitsfirmen sammelt er Erfahrung. Neben dem Workshop am frjz hat
Jan weitere Kurse absolviert und überlegt sich, eine Polizeiausbildung
zu beginnen.
Fast keine Zwischenfälle mehr
Dass Jugendliche über den Workshop den Einstieg in die Sicherheitsbranche
finden, war ursprünglich gar nicht das Ziel. «Die jugendlichen
Veranstalter von Anlässen im frjz waren bei Auseinandersetzungen
überfordert», sagt Diana Schnyder. «Also setzten wir
uns mit der Polizei zusammen und überlegten, was man tun kann.»
Der Workshop sei eine pragmatische Massnahme. Das frjz setzt die Absolventen
des Kurses bei eigenen Anlässen ein und vermittelt sie an Jugendhäuser.
Die Jugendlichen sind keine billigen Sicherheitskräfte, sondern verdienen
zwischen 20 und 30 Franken pro Stunde. Zumindest in Uster sei das Jugendarbeitsprojekt
ein Erfolg, sagt Schnyder: «Seit wir damit arbeiten, gibt es so
gut wie keine Zwischenfälle mehr.»
Wenn sie den angekündigten Weg weitergehen, werden Workshop-Teilnehmer
wie Riccardo und Jan bald als professionelle Sicherheitsleute vor oder
in einem Club dafür sorgen, dass es nicht zu Zwischenfällen
kommt - hoffentlich nicht arrogant, sondern mit dem nötigen Fingerspitzengefühl.
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